Hallenbad Landstuhl muss erhalten bleiben
  Trägerwechsel könnte Allwetterbad retten


(ph) Die SPD- Stadtratsfraktion und der Vorstand des SPD-Ortsvereins in Landstuhl haben sich in den letzten Monaten Gedanken gemacht und Möglichkeiten geprüft, ob und in welcher Form das Hallenbad weiterbetrieben werden könnte. Mit einer Schließung und Abriss des Hallenbades will und kann sich die SPD in Landstuhl und auch wohl der überwiegende Teil der Bevölkerung nicht abfinden.
Hat unsere Verbandsgemeinde die letzten 15 Jahre wirklich genug für die Erhaltung des Allwetterbades getan?????? Offenlegung der aufgewendeten Kosten für Wartung, Reparatur und Investitionen zur Erhaltung unseres Allwetterbades wäre wünschenswert.
Ein neutrales Gutachten über jetzt am dringendsten notwendigen Sanierungskosten, auch mit geschlossenem Dach, um das Hallenbad ab 2008 weiter zu betreiben, wird gefordert.
Unser Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Landstuhler Stadtrat, Hans Peter Molitor hat während seines Urlaubs Kontakt mit den Stadtwerken in Bretten (bei Karlsruhe) geknüpft und dort erfahren, dass man dort vor einigen Jahren mit vergleichbaren Problemen, wie bei uns in Landstuhl zu kämpfen hatte. "Doch das dortige bereits 35 Jahre alte Hallenbad sei nicht geschlossen, sondern zusammen mit dem Freibad in eine Stadtwerke GmbH überführt worden und sind durch ständige Investitionen und Sanierungen in einem sehr guten Zustand": berichtete unserer stellvertretender Fraktionsvorsitzende Erich Neu, der die Brettener Einrichtungen, zu denen ein teilweise weiterverpachteter Wellnessbereich und Saunaanlage gehört, zusammen mit Molitor besucht hatte.
Die Landstuhler SPD könnte sich das Brettener Modell auch für Landstuhl gut vorstellen und würde es begrüßen, wenn unsere Stadtverwaltung durch ein unabhängiges Wirtschaftberatungsunternehmen prüfen lassen würde, ob sich diese Form der Bäderbetreibung auch bei uns in Landstuhl rechnen würde,.
Ein Fachbüro aus Düsseldorf, das auch Niederlassungen in Mainz und Saarbrücken hat, hat im Falle Bretten die Möglichkeit einer Übernahme der Bäder im Bezug Wirtschaftlichkeit, Energieeffizenz und steuerliche Vorteile geprüft. Danach seien die Grundstücke von der Stadt auf die Stadtwerke GmbH übertragen worden:" Und das ohne, dass die Bäder etwa durch höhere Gaspreise subventioniert worden wären. Das wurde uns durch die Verantwortlichen versichert" sagte Molitor. Da die Stadt Landstuhl der frühere Eigentümer der Schwimmbad- Grundstücke war, müsste eine Rücküberführung der Grundstücke zu einen symbolischen Preis möglich sein.
Am 26.April wurde in der Sitzung des Verbandsgemeinderats beschlossen, dass das Allwetterbad zum 31. August für immer geschlossen wird aber noch ist nichts abgerissen und derzeit wird im Schwimmbadausschuss nachgedacht was mit dem Gebäude geschehen und wie die weitere Planung aussehen soll. Dazu geben wir zu bedenken, Abriss des Allwetterbades , Neubau einer angedachten Innen- und Aussensauna, Neubau von Umkleidekabinen, Wellness- und Bewirtungsbereich sind nicht zum Nulltarif zu erhalten!
Es müssen alle Möglichkeiten zur Rettung des Hallenbades ausgeschöpft werden fordert die SPD-Fraktion und der SPD OV-Vorstand. Eine Schulstadt wie Landstuhl mit fast 4500.-- Schülern, die außerdem Mittelzentrum ist und sich zum Vorsatz genommen hat, den Tourismus in Landstuhl und Umgebung zu fördern, kann sich eine Schließung des Hallenbades auf Dauer nicht leisten.
Ist das Bad erst einmal abgerissen, sind endgültige Tatsachen geschaffen und Landstuhl wird wohl nie mehr ein Hallenbad erhalten - der mit Ramstein-Miesenbach geschlossene Kooperationvertrag soll nur so lange gelten, bis das Hallenbad saniert und wieder weiterbetrieben wird.