

Nürburgring
Die Landesregierung hat sich dazu entschlossen, die
Verträge mit der Nürburgring Automotive GmbH fristlos zu kündigen.
Dies wurde der Geschäftsführung der Automotive GmbH heute mitgeteilt. Dieser
Beschluss wurde unter Abwägung, der bisherigen Entwicklungen der aktuellen
Ereignisse am Ring und mit großer Ernsthaftigkeit getroffen.
Der Nürburgring
hat eine lange Tradition als Rennstrecke in Deutschland und die
legendare
Nordschleife ist weltweit bekannt. Schon vor Jahrzehnten hat sich die
Landesregierung zum Nürburgring als Infrastrukturmaßnahme in der
eher strukturschwachen Eifel bekannt und sich darum bemüht, dass dort
Arbeitsplätze gehalten werden und neue entstehen können. Gerade die SPD-geführte
Landesregierung hat sich immer für die Sicherung von Arbeitsplätzen für
die Menschen in Rheinland-Pfalz eingesetzt. Das Land stand und steht
weiter zum Nurburgring aufgrund seiner Bedeutung fur die
gesamte Region und fur ganz Rheinland - Pfalz.
In der Vergangenheit wurden Fehler gemacht. Die gescheiterte Privatfinanzierung im
Jahr 2009 führte zu einem
Untersuchungsausschuss im Landtag. In unzähligen Plenarsitzungen und
Ausschussdebatten wurde dies thematisiert. Zum 1. Mai 2010 wurde dann
ein neues Konzept erarbeitet, das eine
Trennung von Besitz (Nürburgring GmbH) und Betrieb
(Nürburgring Automotive GmbH) vorsieht. Dabei hat sich die
Landesregierung von der renommierten
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young beraten lassen. Es wurde
fest davon ausgegangen, dass fur den Nürburgring damit eine solide
Ausgangsbasis geschaffen werde, um positiv in die Zukunft blicken zu
konnen. Aus Sicht des Landes wurden gute Vertrage abgeschlossen, die
Bestand haben
sollten. Von dem privaten Betreiber erhoffte man sich neue Ideen und ein
wirtschaftliches Konzept, um den
Nurburgring als Marke und die Arbeitsplatze fur die Menschen zu sichern.
Leider musste in den letzten Monaten gesehen werden, dass die
Erwartungen und Prognosen, auf denen die Vertrage
beruhten, nicht eingetreten sind. Die Betreiber haben die Pacht nicht
bezahlt. Nachdem entsprechende Mahnungen erfolglos geblieben sind, wurde
Anfang November 2011 der Erlass eines entsprechenden Mahnbescheids gegen
die Nürburgring Automotive GmbH beantragt. Hiergegen hat die Nürburgring
Automotive GmbH Widerspruch eingelegt und ihrerseits Ansprüche gegen die
Nürburgring GmbH geltend gemacht. Nachdem auch die in der Folgezeit mit
der
Landesregierung geführte Verhandlungen nicht zu akzeptablen Ergebnissen
geführt haben und es bezüglich der Vertragserfüllung unterschiedliche
Positionen gegeben hat, stellt sich die Frage nach den daraus zu
ziehenden Konsequenzen.
Diese Konsequenzen wurden nunmehr gezogen. Dem Kabinett
wurde vorgeschlagen, die Nürburgring
GmbH zu bitten, den Betriebspachtvertrag mit der Nürburgring Automotive
GmbH sowie alle
weiteren relevanten Vertrage, insbesondere den Konzessionsvertrag
über die Organisation der Formel 1
Rennveranstaltungen auf dem Nürburgring, unverzüglich auserordentlich zu
kündigen.
Sollte es nicht zu einer einvernehmlichen Umsetzung der Kündigung
kommen, ist ein unter Umständen längerer rechtsstreit nicht
auszuschließen. Dafür sehen wir uns
gut gewappnet.
Und damit steht der Nürburgring erneut vor
tiefgreifenden Veränderungen, die wir gestalten müssen. Das
Land bekennt sich weiterhin zu seiner Verantwortung in
dieser schwierigen Situation.
Wir bitten euch, daran mitzuwirken – der Nürburgring ist
es wert, dass wir geschlossen und solidarisch mit den
Menschen in der Eifel einen neuen Weg beschreiten.


Feuerwehren in
Rheinland-Pfalz // Feuerwehrförderung
Sachstand:
Unsere Feuerwehren tragen durch ihr größtenteils in Freizeit und nach
Feierabend erbrachtes, ehrenamtliches Engagement entscheidend mit dazu
bei, die Sicherheit im Land zu gewährleisten und die Bürgerinnen und
Bürger zu schützen. Unsere Feuerwehren sind hoch spezialisiert und heute
weit mehr als "Feuerlöscher": Vom Verkehrsunfall über den Großbrand bis
hin zum Einsatz im Katastrophenfall leisten sie schnelle und
professionelle Hilfe. Im vergangenen Jahr konnten dank ihres schnellen
Einsatzes 2.013 Menschen aus einer akuten Gefahr gerettet werden.
Insgesamt sind die rheinland-pfälzischen Feuerwehren 42.000 mal
ausgerückt, haben dabei in 28.000 Fällen Technische Hilfeleistungen
erbracht und in 14.000 Fällen Brände gelöscht. Die Gefahr für Leib und
Leben der Kameradinnen und Kameraden im Einsatz hat dabei nicht
abgenommen. Gerade deshalb ist das Ehrenamt im Feuerwehrbereich eine
besondere Art von Ehrenamtlichkeit - nämlich die der Gefahrenabwehr -
und ist mit als höchstes Gut unserer Gesellschaft anzusehen ist. Es
verdient unser aller Dank und Respekt!
Förderung durch
das Land
Die Landesregierung hat in den vergangenen zehn
Jahren die Feuerwehren im Land jährlich mit durchschnittlich 12 Mio.
Euro unterstützt. Außerdem wurden
-
in den vergangenen zwei Jahren rund 10,5
Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt, die den kommunalen
Aufgabenträgern für Feuerwehrzwecke aus dem sogenannten
Konjunkturprogramm II zur Verfügung gestellt wurden.
-
insgesamt 10 Millionen Euro für die Umstellung
der Kommunen auf die digitale Alarmierung bereitgestellt.
-
für das Jahr 2011 insgesamt rund 8 Millionen
Euro Fördermittel aus der Feuerschutzsteuer, allgemeinen
Haushaltsmitteln und aus Mitteln des Investitionsstocks den Kommunen
zugewandt.
-
insgesamt in diesem Jahr 13 Millionen Euro
Gesamtfördervolumen bereitgestellt.
Schuldenbremse
Um die im vergangenen Jahr von allen im Landtag
vertretenen Fraktionen beschlossene Schuldenbremse einzuhalten, müssen
alle im Land einen Beitrag leisten.
Wir denken es ist vertretbar, in den nächsten zwei
Jahren einen Teil der Einnahmen aus der Feuerwehrschutzsteuer zum
Schuldenabbau heranziehen. Während andere Bundesländer die Zweckbindung
der Feuerwehrsteuer bereits komplett aufgehoben haben, wollen wir die
Zweckbindung der Feuerwehrsteuer nur für die Jahre 2012 und 2013
teilweise aussetzen. Um die Beeinträchtigungen für die kommunalen
Aufgabenträger so gering wie möglich zu halten, erfolgt die praktische
Umsetzung wie folgt:
-
Die jährliche Pauschalförderung wird um einen
Betrag in Höhe von 1 Millionen Euro für 2012 und 2013 ausgesetzt.
-
Die jährliche Einzelprojektförderung wird um
einen Betrag in Höhe von 2 Millionen Euro für 2012 und 2013
ausgesetzt.
-
Daneben werden über
die haushälterischen Instrumente der Inanspruchnahme von sogenannten
Verpflichtungsermächtigungen und Haushaltsresten die Belastungen der
Jahre 2012 und 2013 auf mehrere Haushaltsjahre verteilt.
Dennoch werden in den Haushaltsjahren
2012 und 2013 voraussichtlich ca. 9 Millionen Euro an Fördermitteln zur
Verfügung stehen. In den vergangenen zehn Jahren waren es im
Durchschnitt ca. 12 Millionen Euro.


Polizeistruktur
Die Polizei in
Rheinland-Pfalz leistet eine hervorragende Arbeit. Rheinland-Pfalz ist
eines der sichersten Länder in Deutschland!
Eine der höchsten Aufklärungsquoten und die im Ländervergleich deutlich
geringere Wahrscheinlichkeit Opfer einer Straftat zu werden sind Beleg
für die erfolgreiche Arbeit unserer Polizeibeamtinnen und –beamten.
Und dennoch gilt: Jede Organisation bedarf der regelmäßigen Überprüfung!
Die letzte Organisationsreform der rheinland-pfälzischen Polizei liegt
bereits fast 20 Jahre zurück.
Zur Optimierung der Polizeiorganisation wurden daher sechs
Arbeitsgruppen, unter Einbeziehung der Personalvertretungen, der
Gleichstellungsbeauftragten und der Gewerkschaften, eingesetzt. Mit den
im Dialog erarbeiteten Ergebnissen stellen wir die Weichen für eine auch
in Zukunft leistungsstarke und erfolgreiche Polizei.
Im Rahmen des Optimierungsprozesses wird die Präsenz der Polizei in der
Fläche und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger auf hohem Niveau
sicherstellt.
Die Kernpunkte im Einzelnen:
Die Polizei bleibt in der Fläche präsent, das ist für das
Sicherheitsgefühl der Menschen von großer Bedeutung!
Die Struktur der Polizeiinspektionen und –wachen wird nicht verändert.
Die Autobahnpolizei wird entsprechend der Verkehrsströme optimiert: Fünf
Polizeiautobahnstationen werden aufgelöst, am Koblenzer Kreuz wird
zentral eine Neue eingerichtet.
Die Verwaltung und die Leitungsstäbe werden verschlankt.
Die Organisation der Kriminalpolizei wird von acht auf fünf
Kommissariate gestrafft.
Mit der Einrichtung zweier neuer Dezernate (Zentrum TKÜ, Cybercrime)
erfolgen neue Schwerpunktsetzungen. Die Kriminalinspektion in Speyer
wird aufgelöst und mit Ludwigshafen zusammengeführt.
Die Bereitschaftspolizei wird verschlankt. Es wird auf eine TEE
(Technische Einsatz Einheit) verzichtet und die Aufgabe eines von fünf
Standorten auf den Weg gebracht.
Die Kooperationen mit
benachbarten Bundesländern werden, z.B. im Bereich der
Wasserschutzpolizei oder der Hubschrauberstaffel intensiviert. Dies
schafft Synergien und eröffnet finanzielle Spielräume.
Wir setzen auch in Zukunft auf Prävention; daher werden
►
die „Polizeiläden“ in die Präsidien integriert und nicht geschlossen,
►
die Arbeit der Polizeipuppenbühnen mit einem neuen Konzept unter
Einbeziehung von Ehrenamtlichen und einem Kostenbeitrag fortgeführt
werden.
Die erzielten Ergebnisse zeigen, dass es sich gelohnt hat diesen Prozess
auf eine breite Basis zu stellen.
Mit den erarbeiteten Eckpunkten sind wir nicht am Ende, sondern
mittendrin im Optimierungsprozess! Deshalb werden einige Arbeitsgruppen,
wie die der Aufgabenkritik und der Überprüfung der Verwaltungs- und
Stabsaufgaben, ihre Arbeit fortführen.
Zusätzlich sollen alle Polizistinnen und Polizisten im Rahmen einer
Ideenbörse die Möglichkeit erhalten, sich persönlich und aktiv in den
Prozess der weiteren Optimierung unserer Polizeiorganisation
einzubringen.


Justizreform in Rheinland-Pfalz gemeinsam
gestalten
Die rheinland-pfälzische SPD steht für eine bürgernahe und unabhängige
Justiz in unserem Land. Unser Land steht vor großen Herausforderungen:
In der nahen Zukunft sind strukturelle Reformen in vielen
gesellschaftlichen Bereichen notwendig, die durch sozial ausgewogenes
Sparen neue Handlungsmöglichkeiten für die öffentliche Hand schaffen und
die Handlungsfähigkeit des Staates sicher stellen. Um dieses wichtige
Ziel zu erreichen, hat der Landtag einstimmig eine Schuldenbremse in der
Landesverfassung verankert. Danach darf der Landeshaushalt ab dem Jahr
2020 kein strukturelles Defizit und somit keine Neuverschuldung mehr
ausweisen. Dafür gibt es einen breiten Konsens in der Gesellschaft. Wir
werden in allen Verwaltungsbereichen Einsparungen vornehmen müssen. Dies
gilt auch für den Bereich der Justiz. Wir wollen gemeinsam mit allen
Akteuren einen ausgewogenen Konsolidierungskurs bestreiten.
Es gibt eine engagierte, auch emotional geführte Debatte um die
Justizreform in Rheinland-Pfalz. Die SPD ist und bleibt nah bei den
Menschen. Den Diskussionsprozess und die Menschen, die sich an ihm
beteiligen nehmen wir sehr ernst. Wir werden deshalb die Diskussion um
die Justizreform in Rheinland-Pfalz auf eine neue Grundlage
stellen. Allen Beteiligten werden wir weiterhin die Möglichkeit geben,
ihre Argumente vorzutragen und sie gemeinsam sachlich zu bewerten.
*
Die Landesregierung wird dafür ein unabhängiges Expertengremium
einsetzen. Für den Vorsitz konnte Herr Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill
gewonnen werden. Herr Professor Hill war Staatsminister für Bundes- und
Europaangelegenheiten des Landes Rheinland-Pfalz und ist Professor für
Verwaltungswissenschaften und Öffentliches Recht an der Hochschule
Speyer. Das Selbstverständnis eines unabhängigen Expertengremiums
bedingt, dass es eigene Vorschläge als Alternative erarbeitet.
Das Ergebnis soll bis Anfang März 2012 vorgelegt werden.
*
In der Diskussion um die Justizreform hat auch die
Besetzung der Präsidentenstelle am OLG Koblenz eine wichtige Rolle
gespielt. Die Landesregierung wird das Besetzungsverfahren fortführen
und die Stelle des Koblenzer OLG-Präsidenten besetzen.
Wichtig ist uns, dass der eingeschlagene Weg gemeinsam mit den
Angehörigen der Justiz gegangen wird. Aus deren Mitte erreichen uns
viele sinnvolle Hinweise auf Sparpotentiale, die die Landesregierung
gerne aufnehmen möchte. Gemeinsam mit den Menschen eine starke
Justizverwaltung schaffen: Das ist unser Weg.


Fakten zum Schuljahresbeginn 2011/2012
Investitionen in Bildung sind in hohem Maße wichtig für unsere
gemeinsame Zukunft. Wir sind deshalb schon lange innovativ und brauchen
keinen Vergleich zu scheuen, im Gegenteil: Bildungspolitik aus
Rheinland-Pfalz ist ein Erfolgsmodell. Die Schulstrukturreform macht
gute Fortschritte und wird früher als geplant abgeschlossen werden. Und
weil in den letzten Wochen die Themen Vertretungsverträge und
Unterrichtsversorgung eine große Rolle gespielt haben, möchten wir
nachfolgend auch darüber informieren.
Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen: ca. 442.000, an
berufsbildenden Schulen: ca. 125.500 (Rückgang um ca. 12.100 im
Vergleich zum Vorjahr)
Diese 567.500 Schülerinnen und Schüler werden von ca. 42.000
hauptamtlichen Lehrkräften unterrichtet.
Kleinere Klassen:
In den ersten Klassen aller 976 Grundschulen sind ab sofort 24
Schülerinnen und Schüler die Obergrenze (bisher 28). Dadurch sind 138
erste Klassen mehr gebildet worden, was eine wichtige
pädagogische Verbesserung darstellt. Davon profitieren einerseits
die Grundschulen in den Städten, die bisher in der Regel größere Klassen
haben. Andererseits wird die Absenkung mit Blick auf die vielen kleinen
Grundschulstandorte helfen, Schulen vor Ort zu erhalten.
Rheinland-Pfalz ist damit das Flächenland mit der niedrigsten
Klassenmesszahl für die Eingangsklassen der Grundschulen. In den
kommenden Jahren wird in weiteren Schulen die Absenkung von
Klassengrößen erfolgen. Die Landesregierung setzt hierfür einen
erheblichen Teil der sog. demographischen Rendite ein, die durch den
Rückgang der Schülerzahlen bis 2016 entsteht. Insgesamt werden alleine
hierfür rund 1.000 Lehrerstellen benötigt und bereitgestellt.
Unterrichtsversorgung:
Gute Unterrichtsversorgung bleibt eines der obersten Ziele! Für den
Bedarf im laufenden Schuljahr sind rund 550 freigewordene Planstellen
für Lehrkräfte neu besetzt worden, und mit dem Vertretungspool
ist ein völlig neues Instrument in der Unterrichtsversorgung installiert
worden. Die Lehrkräfte im Vertretungspool erklären sich bereit, drei
Jahre lang für Vertretungseinsätze an mehreren Schulen eingesetzt zu
werden. Die Stellen sind reguläre und unbefristete Beamten-Planstellen.
Nach den ersten drei Jahren werden die Lehrkräfte dann dauerhaft an eine
bestimmte Schule versetzt. 100 Stellen sind zum
1.8.2011
eingerichtet worden, 100 weitere werden zum
1.2.2012
folgen. Das Interesse ist groß, den Pool personell weiter auszubauen,
wenn das Instrument sich bewährt.
Daneben hat die Schulaufsicht zahlreiche Vertretungsverträge in
Form befristeter Angestelltenverträge abgeschlossen (zum
Schuljahresbeginn 2.208). Diese Zahl verändert sich immer im Laufe eines
Schuljahres. Das Ministerium wird deshalb die Anzahl der
Vertretungsverträge monatlich erheben und zur Verfügung stellen.
Ein abschließendes und fundiertes Bild zur
Unterrichtsversorgung liefert allerdings erst die offizielle
Schulstatistik, die wie üblich im Herbst veröffentlicht wird.
Qualitätssprung
in der Schulstrukturentwicklung:
Mit dem Start von 12 Fachoberschulen, die mit Realschulen plus
verbunden sind, wird ein neuer Weg zur Fachhochschulreife eröffnet. Dass
wir mit der 2009 gestarteten Schulstrukturreform auf dem richtigen Weg
sind, zeigt auch die Tatsache, dass mit dem Start von 14 neuen
Realschulen plus und von 2 Integrierten Gesamtschulen die
Gesamtzahlen jetzt bei 174 Realschulen plus und 54 IGSen landesweit
liegen und zugleich nur noch 22 Realschulen in herkömmlicher Form
und 15 Hauptschulen SchülerInnen neu aufgenommen haben.
Für die pädagogische Weiterentwicklung des schulischen Angebots stehen
auch die 41 neuen Ganztagsschulen in Angebotsform (Gesamtzahl
jetzt: 574) sowie insbesondere die 27 neuen Schwerpunktschulen,
die ganz im Sinne der international geforderten Inklusion
behinderte und nichtbehinderte Schüler/Innen gemeinsam unterrichten. Mit
228 Schwerpunktschulen im Grundschul- und im Sekundarschulbereich hat
Rheinland-Pfalz mittlerweile ein dichtes Netz von inklusiven Angeboten,
das wir in Zukunft noch enger knüpfen wollen. Vor allem aber werden wir
in dieser Legislaturperiode ein vorbehaltloses Wahlrecht der Eltern
zwischen integrativem Unterricht und dem Besuch einer Förderschule
gesetzlich festschreiben.
Schulbuchausleihe geht in die zweite
Runde:
Nach der guten Resonanz nach Einführung im letzten Schuljahr greift das
System nun auch in den gymnasialen Oberstufen von Gymnasien und
Integrierten Gesamtschulen sowie in den Wahlschulbildungsgängen der
Berufs bildenden Schulen. Im kommenden Schuljahr folgt die Ausweitung auf
die Grundschulen. Damit werden Familien finanziell spürbar entlastet.